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Heimatverein Markt Berolzheim#

Jetzt ist es offiziell:

Markt Berolzheim hat den schönsten Maibaum in Mittelfranken#

(nur der aus Hüssingen ist noch ein bisschen schöner).

Beim diesjährigen Ansbacher Frühlingsfest wurden die schönsten Maibäume in Mittelfranken prämiert. Ein Team der Sponsoren (Stadtzeitung, Radio 8 und Tucherbräu) fuhr durch Mittelfranken, begutachtete die Bäume und kam zu dem Schluss, dass unser Baum einer der Schönsten ist. Durch Frau Sachs von Radio 8 waren wir bereits informiert, dass wir unter den ersten zehn Preisträgern sein werden. Kurzerhand wurde ein Bus gemietet und die Berolzheimer, unterstützt durch ein paar Bubenheimer, fuhren gespannt nach Ansbach.

Hier der Moment der Preisverleihung:

2.Platz.mp4(info)

Hier ein Aufruf an diejenigen, das Brauchtum um den Maibaum nicht verstanden haben:#

Den Maibaum in einem unbeobachteten Moment zu stehlen und dann Auslöse zu verlangen gehört zum Brauchtum. Das Maibaumloch mit Spezialbeton, Eisenträgern, Federstahlspitzen und ähnlichen zu verfüllen ist kein Brauchtum, sondern Sachbeschädigung und somit strafbar.

Sollte so etwas nochmals vorkommen werden wir Strafanzeige erstatten!!

Maibaum 2011#

Auch dieses Jahr waren wieder viele junge Mitglieder unseres Vereines mit großem Enthusiasmus und dem Vorsatz dabei, den schönsten Maibaum in der Umgebung zu schnitzen. Ca. 50 Jungen und Mädchen arbeiteten 3 Tage an diesem Kunstwerk.

Mai 2011 208.JPG(info) Mai 2011 230.JPG(info)

Das Aufstellen des Maibaumes ging dieses Jahr ohne Komplikationen über die Bühne, im Gegensatz zum vergangenen Jahr. Hatten doch letztes Jahr die Auernheimer als Revanche für den, von unseren Jungs und Mädchen abgeschnittenen Baum, den Kranwagen zum Aufstellen des Maibaumes einfach abbestellt. Wir mussten warten bis der Kran seine Tour hinter sich hatte und kamen dann als letztes dran. Dieses Jahr war die Firma Felleiter instruiert, dass sie keine Abbestellung ohne Rückruf durchführen darf. Mai 2011 203.JPG(info) Mai 2011 157.JPG(info)

Gut besucht war der Marktplatz am Walpurgis-Abend – alles klappte.

Mai 2011 197.JPG(info)

Der Posaunenchor spielte zünftiger Musik.

Mai 2011 186.JPG(info)

Die Kinder der Trachtengruppe von Hermine Scherer tanzten, nachdem der Baum aufgestellt war, um den Baum herum.

Mai 2011 212.JPG(info)

Maibaum 2009#

Werte Freunde des Maibaumes,

auch dieses Jahr werden wir wieder versuchen den schönsten Baum im Landkreis Weißenburg zu stellen. Dieses kann uns aber nur mit eurer Hilfe gelingen, aus selbigen Grund findet am Samstag den 20.03.10 um 19:00 Uhr, im Gasthaus „Cramer“ eine Sitzung statt in der es um folgende Punkte geht:

Vorbereitung: Zunftzeichen umbauen Gartenzaun um Maibaumloch Maibaumloch Sicherung Halle für Baum Werkzeug überprüfen und schärfen Spruch für dieses Jahr

Schnitzen: Wer ist alles da um den Baum zu bewachen (min. 5 Leute) Wie soll der Baum dieses Jahr aussehen Einteilung der Schnitzer für die Muster

Wenn ihr noch andere Vorschläge oder Anmerkungen habt freue ich mich immer darüber.

Wir sehen uns am Samstag

Sauer Julian

Die stolzen Schnitzer des Maibaumes 2008#

Andreas Drotziger, Christoph Bloß, Matthias Wiesinger,

Andreas Lechner, Eva Straßner, Mario Ottinger,

Andreas Sauer, Florian Lierheimer, Michael Stützer,

Andre Scharrer, Florian Pfisterer, Michael Oster,

Armin Kastl, Jan Hörner, Julian Sauer,

Anja Bredy, Jonas Senft, Stefan Lechner,

Bastian Möhrlein, Leander Weißlein, Thomas Stützer,

Carmen Meyer, Lorenz Hörner, Tristan Weißlein,

Mathias Ersfeld, Felix Senft, Tamara Späth

Werte Freunde des Maibaumes,#

Am Samstag den 01.03.08 fand im Gasthaus „Cramer“ die Maibaumsitzung statt. Sehr überrascht war ich über die große Anzahl der jungen Berolzheimer die sich sehr interessiert zeigten und sehr gute Vorschläge brachten. Dies zeigt mir, dass die Freude an alten Traditionen und Werten in der Gemeinde doch noch vertreten ist. Ich freu mich schon darauf mit euch den Maibaum 2008 zu gestallten.

Julian Sauer

GROSSLELLENFELD (mst)- Wer hat den schönsten Maibaum? #

Der SV Lellenfeld und der Gewässerzweckverband Hesselberg haben zusammen mit dem Wochenanzeiger diesen Wettbewerb ausgeschrieben. Als Preis winkten 500 Liter Bier, gespendet von der Brauerei Gutmann aus Tittingen. Die Prämierung fand im Festzelt am Dennenloher See statt, wo die Band „Schabernack“ aus Gunzenhausen beste Partylaune entfachte. Bürgermeister Karl Haßlmeyer, zugleich Vorsitzender des Gewässerzweckverbands Hesselberg, zapfte mit drei Schlägen gekonnt das erste Fass Gerstensaft an und eröffnete den Abend. Dem Vorsitzenden des SV Lellenfeld, Karl Fichtinger, blieb es vorbehalten, die Sieger des Maubaumwettbewerbes auf die Bühne zu bringen. Den ersten Preis, 100 Liter Fassbier, sicherte sich die Gruppe „Komm“ aus Hohentrüdingen, gefolgt von der Landjugend aus Unterschaningen und der „Weiher-Elite“ aus Brunn auf den Plätzen zwei und drei. Ebenfall erfolgreich beteiligt haben sich der Heimatverein Markt Berolzheim, der Bauwagen Waizendorf, die Evangelische Landjugend Aha und die Dorfjugend Trommetsheim. Unser Bild zeigt die ersten drei Gewinner mit Sponsor Fritz Gutmann (Zweiter von rechts) und dem Vorsitzenden des Sportvereins, Karl Fichtinger.

Artikel vom Donnerstag, 21. Juni 2007

im WOCHENANZEIGER

Markt Berolzheim wurde mit dem 4ten Platz belohnt und bekam hierfür 50 Liter Bier

Ich hoffe wir können dieses Jahr dies noch verbessern

Julian Sauer

Die Geschichte des Maibaumes#

Entlang der württembergischen und oberbayrischen Grenze gibt es den im Frühjahr um den 1. Mai aufgestellten Maibaum. Es handelt sich hierbei um eine Fichte oder Tanne, die bis auf den Wipfel entastet und manchmal abgeschält ist. Um den Stamm hängt in der oberen Hälfte ein Kranz aus Reisig oder Eichenlaub. Kranz und Wipfel sind mit bunten Bändern geschmückt. In neuerer Zeit wird hier auch eine andere Form des Maibaums errichtet: der überwiegend aus Oberbayern und Österreich bekannte Figurenbaum. Der Baumstamm wird hier zusätzlich zum Teil spiralförmig entrindet oder bemalt. An Querstangen sind Bilder des ortsansässigen Handwerks angebracht. Über das Aufstellen von Maibäumen gibt es in Mittelfranken nur wenige geschichtliche Zeugnisse. Denn hier wurde dieses Brauchtum schon früh auf den Kirchweihbaum übertragen. Nur im nördlichen Mittelfranken und Oberfranken übliche Name „Maier-baam“ für den Kirchweihbaum erinnert noch daran. In Nürnberg hatte man bis 1561 jährlich einen Stadtmaien aufgerichtet. Noch heute erinnert die nach ihm benannte Maiengasse daran. Andreas Schmeller beschreibt in seinem Bayrischen Wörterbuch einen solchen Baum als „abgeschälte, mehr oder weniger hohe Fichte oder Tanne, welche, mit allerley Emblemen geziert, durch gemeinschaftliches Zuthun des lebenslustigen Theiles einer Landgemeinde, gewöhnlich am ersten Sonntag im May bey Sang und Klang und Tanz auf dem Dorfplatz der vor dem Wirtshause, oder auch vor dem Hause, wo das schönste Mädchen wohnt, errichtet, gesteckt wird“

Der Maibaum, der an der Südwestgrenze des Regierungsbezirks am Vorabend oder im Lauf des 1. Mai aufgestellt wird ist überwiegend neueren Ursprungs. Oberscheckenbach (Landkreis Ansbach) begann mit diesem Brauch im Jahre 1933. Im ehemaligen Landkreis Feuchtwangen wurde das Maibaumaufstellen erst in den siebziger Jahren aufgenommen. In Büchenbach (Landkreis Roth) hat er seit 1980 den Kirchweihbaum abgelöst. Der Grund dafür ist schlicht eine Platzfrage. Während des örtlichen Kirchweihfestes wird der Platz, auf dem der Baum stehen soll, als Autostellplatz benötigt. So entschloss man sich kurzerhand, diesen langjährigen Brauch abzuschaffen und an dessen Stelle nun am 1. Mai einen Maibaum aufstellen. Zunehmend mehr werden auch im Mittelfränkischen die aus dem Barock stammenden Zunftbäume aus Südbayern imitiert und übernommen. In Eschenau (Landkreis Erlangen-Höchstadt) wurde 1984 zum ersten Mal ein „bayrischer Maibaum“ mit Zunftzeichen aufgestellt. Nachdem dafür die historischen Vorbilder fehlen, greift man in einigen Orten auf früher vorhandene Handwerksberufe zurück.

In Degersheim (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen), einem landwirtschaftlich strukturiertem Ort, wo der Maibaumbrauch 1980 aufkam werden zusätzlich Bilder von einem pflügenden Bauern, einem Heuwagen mit Pferd, aber auch alte Gebrauchsgegenstände wie Dreschflegel, Pferdegeschirr, Waagscheit und Wagenräder angebracht.

Andernorts finden sich auf den Querstangen nicht nur Symbole der alten, sondern auch der modernen ortsansässigen Berufe, wie z. B. Transport- und Busunternehmen (Greding). Häufig zieren Stadt-, Land- und Vereinswappen den Baum. Am unteren Ende des Stammes ist manchmal eine Widmungstafel angebracht. Oft werden auch nur ein Bierkrug und die Jahreszahl in die Rinde geritzt. Auf einer in Kaising bei Greding am Maibaum angebrachte Spruchtafel steht zu Lesen:

Nach alter Sitte, altem Brauch Stellen wir den Maibaum auf. Das machten ja schon unsere Väter, wir machen´s jetzt und andre später. Viel Mühe, Sorgen und viel Kummer Wir sind auch froh und immer munter. Drum lasst der Jugend ihren Lauf Und hebt nun alle kräftig auf. Dann lasst uns lustig, fröhlich sein bei gutem Bier und edlem Wein.

In Wettelsheim erhält der Baum eine Widmungstafel mit folgendem Spruch:

Wenn dieser Baum solange steht, bis aller Neid und Hass vergeht, so steht der Baum ich sag´s fürwahr noch viele, viele tausend Jahr.

Die Burschen und Männer, die den Baum aufstellen, sind überwiegend in Vereine organisiert, wie z. B. bei der Freiwilligen Feuerwehr, der Evangelischen Landjugend oder dem Sportverein. Größere Gemeinden stellen zu dieser Schwerstarbeit Gemeindearbeiter ab (Uffenheim, Hilpoltstein, Greding). Früher wurde der Maibaum aus dem Bauernwald geholt. Jeder Bauer wusste, dass irgendwann einmal ein Baum von ihm „geklaut“ wird. Keiner erstattet auf Grund dieser langjährigen Tradition eine Anzeige. Selbst der Förster drückte ein Auge zu, wenn die Burschen einen Baum aus dem Staatswald holten. Nachdem in Altenhofen in den Sechzigerjahren die Gefahr einer Anzeige drohte, gründete man eine Maibaumgesellschaft, um die Finanzierung des Maibaumes und damit die weitere Pflege dieses Brauchtums sicherzustellen. Heute werden fast alle Maibäume beim staatlichen Forstamt gekauft oder von der Gemeinde gestiftet. Nur in Lohr wird der Baum noch standesgemäß gestohlen. Immer wieder findet man in Quellen auch Hinweise auf die Schädlichkeit für die Forstwirtschaft, Maien, Maibäume und Kirchweihbäume aufzustellen. Des Öfteren wurde dieser Brauch verboten. In Eichstätt gab es eine Verordnung, „ dass auf den Plätzen, wo sonst die Planbäume aufgerichtet werden, Junge Linden gepflanzt werden sollen“ (um 1790). Trotzdem schienen sich die Leute nicht an solchen Verbote gehalten zu haben. Das Einholen des Stammes und das Aufstellen verläuft wie bei den Kirchweihbäumen. Im Zug wird der Maibaum ins Dorf geleitet und dann unter tatkräftiger Mithilfe der Maibaumburschen aufgerichtet. In der ersten Nacht muss der Maibaum in vielen Gemeinden von der Burschen bewacht werden. Groß ist die Schande, wenn de von Rivalen aus der Nachbarortschaft umgesägt oder gar gestohlen wird. Der Spott über den gekürzten Maibaum hält lange an, und die Auslösung in Form von Bier kann teuer werden. Im Gegensatz zum Krichweihbaum, wo häufig das Betznaustanzen rund um den Baum erfolgt, kommt es nur selten vor, das Jugendgruppen oder Trachtenvereine unter dem aufgerichteten Baum einen Maitanz abhalten. Um den Maianfang finden in vielen Orten öffentliche Tanzveranstaltungen in einer der Wirtschafen oder in Vereinsheimen statt. Die Maibäume bleiben unterschiedlich lange stehen. Anders als die Kirchweibäume, werden sie häufig bereits nach vier bis sechs Wochen wieder umgelegt. Einige stehen bis zur jeweiligen Orstkirchweih. Bei den Figurbäumen werden die bemalten Stämme mancherorts mehrere Jahre verwendet. Dabei wird nur der grüne Wipfel erneuert. Falls der Baum keinen Besitzer hat, wird er spätestens an der Allerweltskirchweih verkauft, verlost oder versteigert. Der Erlös kommt dann einer zünftigen Feier der Maibaumbburschen zugute, wo die Pläne für das nächste Jahr geschmiedet werden.

Werte Freunde des Maibaumes,#

Am Samstag den 01.03.08 fand im Gasthaus „Cramer“ die Maibaumsitzung statt. Sehr überrascht war ich über die große Anzahl der jungen Berolzheimer die sich sehr interessiert zeigten und sehr gute Vorschläge brachten. Dies zeigt mir, dass die Freude an alten Traditionen und Werten in der Gemeinde doch noch vertreten ist. Ich freu mich schon darauf mit euch den Maibaum 2008 zu gestallten.

Julian Sauer

GROSSLELLENFELD (mst)- Wer hat den schönsten Maibaum? #

Der SV Lellenfeld und der Gewässerzweckverband Hesselberg haben zusammen mit dem Wochenanzeiger diesen Wettbewerb ausgeschrieben. Als Preis winkten 500 Liter Bier, gespendet von der Brauerei Gutmann aus Tittingen. Die Prämierung fand im Festzelt am Dennenloher See statt, wo die Band „Schabernack“ aus Gunzenhausen beste Partylaune entfachte. Bürgermeister Karl Haßlmeyer, zugleich Vorsitzender des Gewässerzweckverbands Hesselberg, zapfte mit drei Schlägen gekonnt das erste Fass Gerstensaft an und eröffnete den Abend. Dem Vorsitzenden des SV Lellenfeld, Karl Fichtinger, blieb es vorbehalten, die Sieger des Maubaumwettbewerbes auf die Bühne zu bringen. Den ersten Preis, 100 Liter Fassbier, sicherte sich die Gruppe „Komm“ aus Hohentrüdingen, gefolgt von der Landjugend aus Unterschaningen und der „Weiher-Elite“ aus Brunn auf den Plätzen zwei und drei. Ebenfall erfolgreich beteiligt haben sich der Heimatverein Markt Berolzheim, der Bauwagen Waizendorf, die Evangelische Landjugend Aha und die Dorfjugend Trommetsheim. Unser Bild zeigt die ersten drei Gewinner mit Sponsor Fritz Gutmann (Zweiter von rechts) und dem Vorsitzenden des Sportvereins, Karl Fichtinger.

Artikel vom Donnerstag, 21. Juni 2007

im WOCHENANZEIGER

Markt Berolzheim wurde mit dem 4ten Platz belohnt und bekam hierfür 50 Liter Bier

Ich hoffe wir können dieses Jahr dies noch verbessern

Julian Sauer

Die Geschichte des Maibaumes#

Entlang der württembergischen und oberbayrischen Grenze gibt es den im Frühjahr um den 1. Mai aufgestellten Maibaum. Es handelt sich hierbei um eine Fichte oder Tanne, die bis auf den Wipfel entastet und manchmal abgeschält ist. Um den Stamm hängt in der oberen Hälfte ein Kranz aus Reisig oder Eichenlaub. Kranz und Wipfel sind mit bunten Bändern geschmückt. In neuerer Zeit wird hier auch eine andere Form des Maibaums errichtet: der überwiegend aus Oberbayern und Österreich bekannte Figurenbaum. Der Baumstamm wird hier zusätzlich zum Teil spiralförmig entrindet oder bemalt. An Querstangen sind Bilder des ortsansässigen Handwerks angebracht. Über das Aufstellen von Maibäumen gibt es in Mittelfranken nur wenige geschichtliche Zeugnisse. Denn hier wurde dieses Brauchtum schon früh auf den Kirchweihbaum übertragen. Nur im nördlichen Mittelfranken und Oberfranken übliche Name „Maier-baam“ für den Kirchweihbaum erinnert noch daran. In Nürnberg hatte man bis 1561 jährlich einen Stadtmaien aufgerichtet. Noch heute erinnert die nach ihm benannte Maiengasse daran. Andreas Schmeller beschreibt in seinem Bayrischen Wörterbuch einen solchen Baum als „abgeschälte, mehr oder weniger hohe Fichte oder Tanne, welche, mit allerley Emblemen geziert, durch gemeinschaftliches Zuthun des lebenslustigen Theiles einer Landgemeinde, gewöhnlich am ersten Sonntag im May bey Sang und Klang und Tanz auf dem Dorfplatz der vor dem Wirtshause, oder auch vor dem Hause, wo das schönste Mädchen wohnt, errichtet, gesteckt wird“

Der Maibaum, der an der Südwestgrenze des Regierungsbezirks am Vorabend oder im Lauf des 1. Mai aufgestellt wird ist überwiegend neueren Ursprungs. Oberscheckenbach (Landkreis Ansbach) begann mit diesem Brauch im Jahre 1933. Im ehemaligen Landkreis Feuchtwangen wurde das Maibaumaufstellen erst in den siebziger Jahren aufgenommen. In Büchenbach (Landkreis Roth) hat er seit 1980 den Kirchweihbaum abgelöst. Der Grund dafür ist schlicht eine Platzfrage. Während des örtlichen Kirchweihfestes wird der Platz, auf dem der Baum stehen soll, als Autostellplatz benötigt. So entschloss man sich kurzerhand, diesen langjährigen Brauch abzuschaffen und an dessen Stelle nun am 1. Mai einen Maibaum aufstellen. Zunehmend mehr werden auch im Mittelfränkischen die aus dem Barock stammenden Zunftbäume aus Südbayern imitiert und übernommen. In Eschenau (Landkreis Erlangen-Höchstadt) wurde 1984 zum ersten Mal ein „bayrischer Maibaum“ mit Zunftzeichen aufgestellt. Nachdem dafür die historischen Vorbilder fehlen, greift man in einigen Orten auf früher vorhandene Handwerksberufe zurück.

In Degersheim (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen), einem landwirtschaftlich strukturiertem Ort, wo der Maibaumbrauch 1980 aufkam werden zusätzlich Bilder von einem pflügenden Bauern, einem Heuwagen mit Pferd, aber auch alte Gebrauchsgegenstände wie Dreschflegel, Pferdegeschirr, Waagscheit und Wagenräder angebracht.

Andernorts finden sich auf den Querstangen nicht nur Symbole der alten, sondern auch der modernen ortsansässigen Berufe, wie z. B. Transport- und Busunternehmen (Greding). Häufig zieren Stadt-, Land- und Vereinswappen den Baum. Am unteren Ende des Stammes ist manchmal eine Widmungstafel angebracht. Oft werden auch nur ein Bierkrug und die Jahreszahl in die Rinde geritzt. Auf einer in Kaising bei Greding am Maibaum angebrachte Spruchtafel steht zu Lesen:

Nach alter Sitte, altem Brauch Stellen wir den Maibaum auf. Das machten ja schon unsere Väter, wir machen´s jetzt und andre später. Viel Mühe, Sorgen und viel Kummer Wir sind auch froh und immer munter. Drum lasst der Jugend ihren Lauf Und hebt nun alle kräftig auf. Dann lasst uns lustig, fröhlich sein bei gutem Bier und edlem Wein.

In Wettelsheim erhält der Baum eine Widmungstafel mit folgendem Spruch:

Wenn dieser Baum solange steht, bis aller Neid und Hass vergeht, so steht der Baum ich sag´s fürwahr noch viele, viele tausend Jahr.

Die Burschen und Männer, die den Baum aufstellen, sind überwiegend in Vereine organisiert, wie z. B. bei der Freiwilligen Feuerwehr, der Evangelischen Landjugend oder dem Sportverein. Größere Gemeinden stellen zu dieser Schwerstarbeit Gemeindearbeiter ab (Uffenheim, Hilpoltstein, Greding). Früher wurde der Maibaum aus dem Bauernwald geholt. Jeder Bauer wusste, dass irgendwann einmal ein Baum von ihm „geklaut“ wird. Keiner erstattet auf Grund dieser langjährigen Tradition eine Anzeige. Selbst der Förster drückte ein Auge zu, wenn die Burschen einen Baum aus dem Staatswald holten. Nachdem in Altenhofen in den Sechzigerjahren die Gefahr einer Anzeige drohte, gründete man eine Maibaumgesellschaft, um die Finanzierung des Maibaumes und damit die weitere Pflege dieses Brauchtums sicherzustellen. Heute werden fast alle Maibäume beim staatlichen Forstamt gekauft oder von der Gemeinde gestiftet. Nur in Lohr wird der Baum noch standesgemäß gestohlen. Immer wieder findet man in Quellen auch Hinweise auf die Schädlichkeit für die Forstwirtschaft, Maien, Maibäume und Kirchweihbäume aufzustellen. Des Öfteren wurde dieser Brauch verboten. In Eichstätt gab es eine Verordnung, „ dass auf den Plätzen, wo sonst die Planbäume aufgerichtet werden, Junge Linden gepflanzt werden sollen“ (um 1790). Trotzdem schienen sich die Leute nicht an solchen Verbote gehalten zu haben. Das Einholen des Stammes und das Aufstellen verläuft wie bei den Kirchweihbäumen. Im Zug wird der Maibaum ins Dorf geleitet und dann unter tatkräftiger Mithilfe der Maibaumburschen aufgerichtet. In der ersten Nacht muss der Maibaum in vielen Gemeinden von der Burschen bewacht werden. Groß ist die Schande, wenn de von Rivalen aus der Nachbarortschaft umgesägt oder gar gestohlen wird. Der Spott über den gekürzten Maibaum hält lange an, und die Auslösung in Form von Bier kann teuer werden. Im Gegensatz zum Krichweihbaum, wo häufig das Betznaustanzen rund um den Baum erfolgt, kommt es nur selten vor, das Jugendgruppen oder Trachtenvereine unter dem aufgerichteten Baum einen Maitanz abhalten. Um den Maianfang finden in vielen Orten öffentliche Tanzveranstaltungen in einer der Wirtschafen oder in Vereinsheimen statt. Die Maibäume bleiben unterschiedlich lange stehen. Anders als die Kirchweibäume, werden sie häufig bereits nach vier bis sechs Wochen wieder umgelegt. Einige stehen bis zur jeweiligen Orstkirchweih. Bei den Figurbäumen werden die bemalten Stämme mancherorts mehrere Jahre verwendet. Dabei wird nur der grüne Wipfel erneuert. Falls der Baum keinen Besitzer hat, wird er spätestens an der Allerweltskirchweih verkauft, verlost oder versteigert. Der Erlös kommt dann einer zünftigen Feier der Maibaumbburschen zugute, wo die Pläne für das nächste Jahr geschmiedet werden.

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